JUFO Möglingen

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JUFO Möglingen

Eingerahmt von drei großen Sporthallen aus Stahlbeton liegt ein flacher Hügel, auf dem sich 70 Jugendliche im Kreis aufgestellt hatten und mit einem Durchmesser von ca. 22 m den Platzbedarf für ihr Jugendhaus absteckten. Der Architekt stand seitab und sah das Missverhältnis zwischen den großen Umgebungsbauten und dieser kleinen Baumaßnahme und suchte nach einem Haus, das größer schien als es wäre: Indianer Fort, Pyramide und Zauberberg wurden verworfen aber ein eben gelandetes Ufo symbolisierte am besten das Besitzergreifende dieses wichtigen Hauses der Jugend. Mit seinen neun langen Federbeien sitzt es vorsichtig auf dem Hügel und scheint dauernd auf dem Sprung. Niemand kann sicher sein, wann dieses Objekt wieder in die Weiten des Alls entschwinden wird.

Unter dem schützenden Dach errichteten die Jugendlichen sowie die Studenten der Universität Stuttgart unter der Leitung von Siegfried Gaß eine Stadt aus selbstgefertigten Lehmsteinen „Magreb und Kosmos“ vereinen sich: das technisch perfekte Sternengefährt und das menschgemachte, handgeschmeichelte Irdische treffen sich in einem eindringlichen Dialog. Das Jufo wird gekrönt von einem drehbaren Sonnenauge, das im Winter die Sonne einfängt und in der Schwere der Lehmbauten speichert und im Sommer um 180 Grad verdreht wiederum in fünfminütigem Rhythmus der Sonne folgend das Innere verschattet und die Sonnenenergie ins All reflektiert. Eine einmaliger ganz besonderer Ort ist entstanden: JUFO, Jugendforum als Hort der Jugend und zugleich Botschaft für eine solare Zukunft.

 

Adresse:
Ludwigsburger Straße 66
71696 Möglingen

Bauherr:
Gemeinde Möglingen

Fertigstellung:
1992

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