element-i Bildungshaus im Technologiepark Karlsruhe

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element-i Bildungshaus im Technologiepark Karlsruhe

Bildungshaus im Technologiepark Karlsruhe

Wettbewerb 1. Preis 24. April 2017

Baubeginn Mai 2018

geplante Fertigstellung September 2019

Städtebaubaulicher Ansatz

Die Baumasse wird gegliedert

– um eine Maßstäblichkeit, und Gliederung zu erzeugen die einer Schule entspricht

– um den Charakter der Lernhäuser und die innovative Pädagogik nach außen sichtbar   zu machen.

– für eine einfache Orientierung und die Identifikationsmöglichkeit wo bin ich, wo muss ich hin

– als Reaktion auf das lange schmale Grundstück und die daraus resultierende Viergeschossigkeit

– als Reaktion auf ein 110 m langes Haus in dem sich Kinder und Schüler wiederfinden müssen

– die Idee und Größe der Lernhäuser bestimmt die Baukörperlichkeit und gliedert das Haus in den oberen Geschossen.

– im südlich angebauten 2. Bauabschnitt wird das Motiv aufgenommen, es entsteht ein gegliedertes Ganzes

– Im Norden sind die Stellplätze nachgewiesen, teilweise werden sie von den Obergeschossen überragt.

– entlang der Planstraße ist der „Hol- und Bringverkehr“ (Kiss and Ride) vorgesehen. Nach den Hol und Bringzeiten dient er als Vorplatz und als Freibereich der Schule.

– für die Fahrräder stehen auf der Ost und der Westseite Stellflächen zur Verfügung.

– die Zugänge sind durch überkragende Baukörper überdacht.

– Erdgeschossig sind die Verwaltung, Bibliothek und die Holzwerkstatt angeordnet.

– die Mensa verbindet die beiden Bauabschnitte und kann auch für Aulaveranstaltungen genutzt werden. Das Theater des Kindergartens kann der Aulanutzung als Bühne zugeschaltet werden.

– die Küche wird von der Straße direkt angeliefert werden.

– im 1. Obergeschoss befinden sich die naturwissenschaftlichen Fachräume, der Kunstraum mit Dachterrasse und das Lernhaus 5 (Oberstufe), benachbart zu den Fachklassen.

– im EG und 1. OG des 2. Bauabschnitt befinden sich die Räume des Kita’s

– jedes Lernhaus organisiert sich um einen Marktplatz, die Konzeption der Rettungswege und die vorgeschlagene Skelettbauweise lassen beliebig flexible Nutzungseinteilungen zu.

– die in den Grundrissen dargestellte Organisation bildet die im Raumprogramm geforderte Einteilung ab.

– zwischen den Lernhäusern entstehen Dachterrassen also auch ein direkter Außenbereich in den Obergeschossen.

– die Fluchtbalkone werden gleichzeitig für eine integrierte Verschattung genutzt und bieten die Möglichkeit, den Schallschutz bei Realisierung der Nordtagente durch eine Verglasungen (Prallscheibe) zu verbessern. Zusätzlich kann die Wartung und Pflege der Fassade mit geringem Aufwand erfolgen.

– die Schichtung der architektonischen Elemente erzeugt einen heiteren Charakter und vermittelt die Übergänge von Innen und Außen.

Baukonstruktion und Wirtschaftlichkeit:

Die Bauweise folgt dem Prinzip der optimalen Leistungsfähigkeit.

Das Gebäude ist als Stahlbetonskelettkonstruktion geplant.

Innenwände sind nichttragend und sichern Flexibilität in der Nutzung.

Die Decken und Dächer dienen als Speichermassen und bleiben größtenteils sichtbar. Um die geforderten Nachhallzeiten zu erreichen, werden hochleistungsfähige Absorberflächen an den Decken und vor allem an den Wänden eingesetzt.

Die Dachflächen erhalten eine extensive Dachbegrünung.

Ökologische und Energetische Optimierung:

Ein hoher Dämmstandard minimiert die Wärmeverluste über Transmission.

Die Lage und der Anteil der Glasflächen wird hinsichtlich natürlicher Belichtung und Ausblick optimiert.

Der außen liegende, bewegliche Sonnenschutz ermöglicht die Steuerung des Tageslichtniveaus im Innenraum und gewährleistet den sommerlichen Wärmeschutz. Das raumakustische Konzept berücksichtigt die thermische Funktion der Massivdecke. Ungefähr 50 % werden mit akustischen Absorberflächen belegt. Der verbleibende exponierte Kernbereich steht als thermischer Puffer zur Verfügung. Tagsüber speichert die Decke thermische Raumlasten ein und vermeidet so eine Überhitzung.

Über eine natürliche Nachtluftspülung werden diese thermischen Speicher dann nachts entladen.

Die Innenwandflächen werden für die Raumakustik mit absorbierenden Holzelementen belegt.

Die Unterrichtsräume werden natürlich gelüftet.

Passive Zuluftelemente in der Fassade stellen eine komfortable Grundlüftung auch bei niedrigen Außentemperaturen sicher. Die Luftqualität wird auf Basis der CO2 Konzentration visualisiert, so dass der Nutzer in der Lage ist bedarfsgerecht natürlich zu lüften.

Die Lage der Unterrichtsräume mit Öffnungsflächen in zwei Himmelsrichtungen ermöglicht eine Querlüftung. Zusätzlich kann über eine Offenhaltung der Treppenraumabschlüsse das Treppenhaus als Lüftungskamin mit herangezogen werden. Der „Kaminanschluss“ der Klassenräume wird über schallgedämmte Überströmelemente in den Trennwänden sichergestellt.

Küche und Mensa erhalten eine zentrale mechanische Lüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung.

Die Wärmeversorgung wird durch die vorhandene Fernwärme abgedeckt.

Das Haus bietet mit geringst möglichem technischem Aufwand eine gesunde und inspirierende Schulumgebung bei minimalen Aufwendungen für den Betrieb.

Optionale zusätzliche Photovoltaikflächen können zur Verbesserung der Gesamtenergiebilanz installiert werden.

https://www.element-i.de/schulen/bildungshaus/

920713 Modell 16

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