Grundschule Hohenberg Rottenburg am Neckar

1. Preis 9. März 2017

Baubeginn Mai 2018

Einweihung Januar 2020

 

SchülerInnen verbringen in der Schule einen überwiegenden Teil ihrer Zeit.

Die Schulumgebung muss ein Sich- Wohlfühlen auslösen.

Einen Lebensraum für Kinder zu schaffen, der ihnen zugleich Geborgenheit, Sicherheit und Heimat bietet und ihre emotionale und motorische Entwicklung fördert ist die primäre Herausforderung.

Dies gilt sowohl für das eigentliche Schulgebäude als auch für das Außengelände.

Städtebaubaulicher Ansatz und Aussenanlagen

Die Baumasse wird gegliedert

– als städtebauliche Antwort auf die heterogene Nachbarbebauung

– als Notwendigkeit einer Maßstäblichkeit, die Grundschülern gerecht wird

– als Pavillonstruktur, die eine einfachen Orientierung ermöglicht

 

Die Baukörper werden entlang der Seebronner Strasse angeordnet

– es entsteht ein Fußweg in Ost- West- Richtung über den Schulcampus, der die angrenzenden Wohngebiete miteinander verbindet

– der Verbindungsweg gliedert gleichzeitig die Außenbereiche der Hohenbergschule und der Grundschule

– die Lage des Neubaus arrondiert die städtebauliche Situation und schafft einen gegenüber der Straße geschützten Innenhof als Freibereich

– die Lage des Neubaus schirmt gleichzeitig die Wohnbebauung gegen den Schulhoflärm ab

– die Linde prägt den Pausenhof und wird zum markanten Wahrzeichen für den Haupteingang

– der Pausenhof gliedert sich durch einen kleinen Höhenversatz in zwei Bereiche mit unterschiedlicher Qualität, einen eher städtischen Platz am Eingang, der großzügige befestigte Flächen für Spiel und Aufenthalt bietet, sowie einen mehr durch Grün geprägten südlichen Teil, auf dem sich Spielangebote wie Bolzplatz, Klettern, Balancieren usw. finden.

– der Schulgarten wird am jetzigen Standort erhalten, das Gartenhäuschen wird in ein Gebäude für Außengeräte integriert.

Architektonische und gestalterische Qualität:

Im Erdgeschoss befinden sich die allgemeinen Nutzungen, wie Verwaltung, Bibliothek,

VKL-Raum mit zugeordnetem Freibereich so wie der Theaterraum mit seiner Möglichkeit einer großzügigen Erweiterbarkeit bei Festveranstaltungen.

Der Geländeversatz verschafft dem Foyerbereich zusätzliche Raumhöhe.

In den Obergeschossen sind die Lerncluster in zwei pavillonartigen Häusern organisiert.

Die Dachterrasse im 1.OG wird genutzt als erweiterter Freibereich und als zweites „grünes Klassenzimmer“.

Je drei Klassenräume mit zwei Gruppenräumen bilden ein Lerncluster auf jeder Etage. Die Sanitärräume sind über das Treppenhaus jedem der Cluster direkt zugeordnet.

Jedes Cluster hat durch die Grundrissorganisation zusätzlich eine „Lerninsel“ für den differenzierten Unterricht oder das Lernen in Arbeitsgruppen.

Der Zweite Rettungsweg wird über den Dachgarten im Obergeschoss und durch den dreiseitig umlaufenden Steg im 2. OG sichergestellt.

Der Steg wird neben seiner Funktion als zweiter Rettungsweg gleichzeitig für eine integrierte Verschattung genutzt.

Die Schichtung der architektonischen Elemente erzeugt einen heiteren Charakter und vermittelt die Übergänge von Innen und Außen.

Die Decken und Dächer dienen als Speichermassen und bleiben größtenteils sichtbar. Um die verbesserten Nachhallzeiten für den inklusiven Unterricht zu erreichen, werden hochleistungsfähige Absorberflächen an den Decken und vor allem an den Wänden eingesetzt.

Die Dachflächen erhalten eine Photovoltaikanlage.

In Zusammenarbeit mit

Specht Landschaftsarchitektur

Transsolar

knp Bauphysik

und anderen

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