Wettbewerb Grundschule Nord in Traunreut

Wettbewerb Grundschule Nord in Traunreut

3. Preis

24. Juni 2019

 

Aus dem Erläuterungsbericht

Ausrichtung der Gebäudemassen:

– Der in Nord-Südrichtung lang gestreckte Baukörper schirmt den Schulfreibereich, den Erschließungsverkehr und die Sportflächen gegenüber den Anwohnern im Westen ab. Die Lärmbelästigung gegenüber der Wohnbebauung wird so vermieden. Die zweigeschossige Bauweise entspricht der Umgebungsbebauung und verhält sich rücksichtsvoll gegenüber den Kindern und Schüler/innen.

– Der Kindergarten ist nach Süden ausgerichtet, der Freibereich liegt so ganztägig im Sonnenverlauf, im Sommer bieten die bestehenden Baumgruppen angenehme Schattenplätze. Die Topografie wird Grundlage der Freibereichsgestaltung, sie bietet dem Bewegungsdrang der Kinder vielfältige Anregung. Auch hier schirmt das Kindergartengebäude den Spiellärm gegenüber der Wohnbebauung ab.

Das Gebäude ist zweigeschossig, mit der Staffelung passt es sich dem Geländeverlauf an und hat damit eine geeignete Geschossigkeit für eine Grundschule. Beide Geschossebenen nutzen den direkten Anschluss an den Garten.

Der Betrieb der bestehenden Schule und des bestehenden Schulhofes ist bis zur Fertigstellung der neuen Schule gewährleistet. Der Allwetterplatz ist so angeordnet, dass er sowohl für Sportunterricht als auch in den Pausen genutzt werden kann.

Funktionale Zusammenhänge und Abläufe im Gebäude

– die Nutzungseinheiten Aula und Mehrzweckraum liegen am zentralen Haupteingang. Für große Veranstaltungen lassen sich die Räume verbinden.
– Der Speisesaal und Versorgungsküche sind unmittelbar angrenzend, bei den großen Festen eine funktionierende Einheit. Im Schulalltag sind die beiden Räume der Mittagsbetreuung dieser Gruppierung zugeordnet.
– die Verwaltung und der Arbeitsbereich pädagogisches Personal bilden eine Gruppierung nördlich des Haupteinganges, die Verwaltung mit Blick über den Schulhof,
– Bibliothek, Silentium und Besprechung nach Westen, in die ruhige Zone orientiert.
– weiter nach Norden, vom Haupteingang abgerückt die Fachunterrichtsräume.
– die Klassenräume befinden sich alle im Obergeschoss, links und rechts von den Erschließungstreppen angeordnet sind sie im Cluster gruppiert. Der Flurbereich bleibt von Quererschließung unbelastet und wird zu einer Lernlandschaft mit Differenzierungsnischen. Über die Dachlaterne belichtet, ist auch die Querlüftung der Klassenräume immanent.

Angaben zu Baukonstruktion und Material:

Die Bauweise folgt dem Prinzip der optimalen Leistungsfähigkeit.

– Bodenplatte als Stahlbetonkonstruktion, Dämmung und Drainage als Glasschaumschotterschicht
– Massivholz als Außenwände mit gedämmter Vorsatzschale aus heimischer Brettschalung z.B. Weisstanne
– Massivholzkonstruktion als tragende Innenwände
– Decken als Holz-Kastenelemente, Bauhöhe ca. 50 cm oder Holz-Beton-Verbunddecke, Zielsetzung CO2 Minimierung und Minimierung von Grauer Energie
– Ausbildung eines Massivholzdaches mit extensiver Begrünung

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